Trierischer Volksfreund, 11.1.2012
Hochmoselübergang: Neuer Streit um StandsicherheitDr. Johannes Feuerbach: "Das ist Wahnsinn."
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FOCUS 52/01, 27.12.2011
Verzockt und verrechnetGleich zwei Bauprojekte hat die rheinland-pfälzische Regierung unter SPD-Ministerpräsident Kurt Beck, 62, vor die Wand gefahren. 330 Millionen Euro hat das Land in den schlecht besuchten Freizeitpark Nürburgring versenkt. ...
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Eifelzeitung, 21.12.2011
Institut befürchtet Mehrkosten für HochmoselübergangMdB Tabea Rößner fordert Erklärung von Bundesbauminister Ramsauer
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Süddeutsche Zeitung 29.11.2011
Endstation Referendum... Um Ästhetik und Weinbau geht es bei der Kontroverse um den Hochmoselübergang. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz will mitten im Winzergebiet die Autobahnen 60 und 1 auf der einen und die A 61 auf der anderen Seite verbinden - mit einer vierspurigen Riesenbrücke im Zuge des Neubaus der Bundesstraße 50. Die Gegner der Autobahn auf Stelzen könnte man als eine Art Weltwutbürger bezeichnen: Internationale Weinexperten sehen den Traubenanbau in Gefahr. Außerdem hätten Touristen ein Interesse, die Idylle zu erhalten, sagt Georg Laska vom Bündnis Pro-Mosel. Ganzer Artikel ... |
Trierischer Volksfreund, 11.10.2011
Gysi in Trier: Hochmoselübergang überflüssigDer Linken-Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi (63) hat den im Bau befindlichen Hochmoselübergang als überflüssig bezeichnet. Die Trasse bei Zeltingen-Rachtig bringe keine Entlastung für andere Straßen und sei daher gerade in der jetzigen Zeit leerer Kassen nicht notwendig. Ganzer Artikel ... |
N24, 6.10.2011
US-Weinkenner fürchten um RieslingDie Hochmoselbrücke ist nicht nur in Deutschland ein umstrittenes Bauwerk. Der Mosel-Riesling gehört in den USA zu den beliebtesten Weinen. Zu beiden Seiten des Ozeans wird nun um die Reben gebangt. ... Gegner des Hochmoselübergangs, darunter Weinkritiker und Umweltschützer, fürchten, dass die Brücke irreparable Schäden an den Weinbergen verursacht. Bedeutende Lagen, so sind sich die Kritiker sicher, würden durch das 330-Millionen-Euro-Projekt zerstört. "Es gibt eine Bedrohung", schreibt Nathan Scherotter im Forum "Corkd", "diese Bedrohung ist vom Menschen gemacht und könnte die Weinlagen der Mosel-Region schädigen". ... Ganzer Artikel ... |
Main-Spitze, 6.10.2011
Piratenpartei hat 10 Prozent mehr Mitglieder in Rheinland-Pfalz und Hessen... In der Landespolitik gibt es einige Themen, die die Piraten besonders herausfordern - Nürburgring und Hochmoselübergang etwa. Keiner wisse genau, was da abgehe, mehr Transparenz sei unabdingbar. Alle Zahlen müssten auf den Tisch. ... VON STEFANIE WIDMANN Ganzer Artikel ... |
Rhein-Zeitung, 6.10.2011
Amerikanische Weinfreunde bangen um Mosel-RieslingWashington - Für seine Weißweine ist Deutschland international bekannt. "Riesling ist einer der besten Weine der Welt - und ohne Frage kommt der großartigste Riesling aus Deutschland", schreibt etwa die "New York Times". ... Laut einer Umfrage auf der Internetseite des amerikanischen Weinclubs "German Wine Estates" ist die Moselregion mit 37 Prozent das beliebteste deutsche Weinanbaugebiet, im Weinfreunde-Forum "Corkd" wird über die Brücke und deren mögliche Konsequenzen diskutiert. Die Nutzer des Forums nennen das Moseltal "eines der renommiertesten Weinbaugebiete der Welt"; die Blogger sehen die Brücke als "Gefahr für den deutschen Riesling". ... VON JENNY KALLENBRUNNEN Ganzer Artikel ... |
Allgemeine Zeitung, 20.9.2011
Zankapfel Hochmoselbrücke: Lewentz gibt Zeitplan für umstrittenes Projekt bekannt
Die 160 Meter hohe und 1,7 Kilometer lange Brücke über das Moseltal bei Zeltingen-Rachtig ist den Gegnern ein Dorn im Auge. Sie prüfen nach Angaben einer Sprecherin rechtliche Schritte.
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SPIEGEL ONLINE, 9.9.2011
Bund legt große Bauprojekte auf EisDer Bundesregierung geht das Geld für neue Bahn- und Straßenprojekte aus. Das Verkehrsministerium will nun zahlreiche Bauvorhaben aus seinem aktuellen Fünfjahresplan streichen. Der Grund: Viele ältere Projekte sind noch nicht fertiggebaut und die Vorhaben werden immer teurer. Ganzer Artikel ... |
www.bundestag.de, 09/2011
Im Bundestag notiert: HochmoselbrückeÜber eine mögliche Kostensteigerung und den verkehrlichen Nutzen beim Ausbau der B 50 durch die Hochmoselbrücke will sich die Fraktion Die Linke in einer kleinen Anfrage (17/6891) informieren. So soll die Bundesregierung unter anderem über die aktuelle Kostenentwicklung informieren. Angesichts mittlerweile gut ausgebauter Alternativrouten werde das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Bauvorhabens der Bundesstraße 50 von verschiedenen Seiten in Frage gestellt, begründet die Fraktion ihre Anfrage. Ganzer Artikel ... |
The Riesling Revolutionary, 1.9.2011
The Monster of the Mosel
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Eifelzeitung, 24.8.11
Hochmoselübergang – Bürgerinitiative fordert von allen Parteien:
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taz, 14.8.2011
Revolten gegen "König Kurt"... Und die Winzer an der Mosel machen weiter mobil gegen den Bau der Hochmoselbrücke. ... Ganzer Artikel ... |
Eifelzeitung, 10.8.2011
Hochmoselbrücke wird ohne Standsicherheitsnachweis gebaut... Man hat mit dem Bau ohne erdbebenbezogenen Standsicherheitsnachweis begonnen. Nicht vor dem Bau, sondern während und danach soll der zwingend notwenig vorgeschriebene erdbebenbezogene Standsicherheitsnachweis des eigentlichen Hochmoselbrückenbauwerks erfolgen. ...
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BUNTE, 29.6.2011
Winzer kämpfen gegen BrückePanik bei den Top-Weinbauern an der Mosel Der von der rot-grünen Koalition in Mainz beschlossene Bau der Hochmoselbrücke oberhalb von Zeltingen-Rachtig gefährdet einige der besten Rieslinglagen der Welt (u.a. "Bernkasteler Doctor", "Zeltinger Sonnenuhr"). Das Mikroklima und insbesondere der Wasserhaushalt würden durch das Projekt negativ beeinflusst, sagen Experten voraus. |
NZZ, 21.6.2011
Das Monster an der MoselDer Protest der Winzer und Umweltschützer gegen die Hochmoselbrücke geht weiter ... Da sind Weinliebhaber, die sich aus dem USA melden, und sie sind nicht die Einzigen auf der Welt. Der Protest gegen den Plan, eine gigantische Brücke über das romantische Moseltal zu bauen, ist mittlerweile international. ... |
Süddeutsche Zeitung 18./19. Juni 2011
Im grünen BereichEs könnte alles so schön sein. ... ... Unten im Tal windet sich die Mosel. Trossen zeigt in die Landschaft, seit Tausenden Jahren wird hier Wein angebaut, hier liegen die besten Riesling-Lagen der Welt, Wehlener Sonnenuhr, Zeltinger Himmelreich. Gleich da unten wird Wein gemacht, den die Queen trinkt. Noch. Denn gleich da hinten will die Landesregierung von Rheinland-Pfalz für angeblich 331 Millionen Euro ein Ungetüm aus 25.000 Tonnen Stahl über das Moseltal legen, 158 Meter hoch, 1,7 Kilometer lang - den Hochmoselübergang. Und die Landesregierung, die ist jetzt rot-grün. ... Jetzt schreiben internationale Zeitungen, dass man noch ins Moseltal reisen sollte, bevor die Deutschen den "großen Schatten der Nutzlosigkeit" drüberlegen über eines ihrer wertvollsten Weinbaugebiete. Sie sind voller Mitleid wegen des Frevels. ... Es gibt Menschen bei den Grünen, die fast zwanzig Jahre gegen diese Brücke gekämpft haben. Sie kennen die Gegenargumente: den instabilen Ürziger Hang, die Überdimensionalität der Brücke, die mögliche Verdreifachung der Kosten, die verkehrspolitisch überholten Rechtfertigungen für ein Bauvorhaben aus den sechziger Jahren. ... VON KARIN STEINBERGER |
greenpeace magazin, Juli-August 2011
Das Monster an der MoselDie Hochmoselbrücke ist das Stuttgart 21 von Rheinland-Pfalz. Nur, hier sind die Grünen vor der SPD schon eingeknickt. Sie konnten nicht verhindern, dass das Riesenbauwerk eine der ältesten deutschen Kulturlandschaften zerstört ... Dass ein Aus tatsächlich 95 Millionen Euro kosten würde, bezweifelt die Initiative. "Selbst wenn", ruft der Künstler Knut Aufermann. "Das ist so viel, wie die Sonnenblumen von van Gogh kosten. Die Grünen sind doch die Partei mit den Sonnenblumen." Wie viel ist das Moseltal wert? Der Bau jedenfalls, davon sind alle überzeugt, wird teurer als geplant. Die lokale Eifelzeitung schreibt bereits von mehr als einer Milliarde Euro. Zumindest eine Mediation hätten sich die Bürger gewünscht, und einen Stresstest - so wie in Stuttgart. "Sodass man mal die Fakten gegenüber sieht. Dann wäre klar geworden, dass mit dem Projekt was nicht stimmt", sagt Laska. "Eine Volksbefragung hätte man nicht mehr gebraucht." ... VON KATJA MORGENTHALER UND HEINRICH VÖLKEL (Fotos) Ganzer Artikel ... |
Zeo2 (Magazin für Umwelt, Politik und Neue Wirtschaft), Ausgabe 3/2011
Kostenexplosion auf über eine Milliarde Euro erwartetWiderstand gegen Hochmoselbrücke geht weiter Der Widerstand gegen die heftig umstrittene Hochmoselbrücke geht weiter. Obwohl die Grünen in der neuen, SPD-geführten rheinland-pfälzischen Landesgierung das »überflüssige Wahnsinnsprojekt«, so die Wahlkampfrhetorik der Partei, nicht stoppen konnten, wollen Bürgerinitiativen und oppositionelle Winzer nicht aufgeben. ... Ganzer Artikel ... |
Handelsblatt Online, 26.5.2011
Wenn die Autobahn durch den eigenen Garten führtBehörden und Parlamente lassen Straßen bauen, für die es keinen Bedarf gibt. Die Umsetzung erfolgt nach Gutsherrenart. Ganze Regionen werden unbewohnbar, Immobilien unverkäuflich. Wie sich Bürger wehren können. ... Die neue Trasse soll direkt oberhalb der dichtesten Ansammlung von Moselspitzenlagen führen, bekannt sind etwa "Graacher Himmelreich", "Wehlener Sonnenuhr", "Bernkasteler Doctor", "Zeltinger Sonnenuhr". In der Moselschleife wird seit rund 2000 Jahren Weinbau betrieben. Doch nicht nur Winzer und Weinkenner haben gegen den irreversiblen Eingriff in die einzigartige Mosellandschaft mobil gemacht. Auch die Tourismusexperten sehen das Projekt skeptisch. Zwar wäre das Tal durch die neue Strecke besser erreichbar, aber gleichzeitig verlöre es seinen Reiz als Urlaubsziel. ... VON MAREN KEBBEL Ganzer Artikel ... |
yoopress.com, 17.5.2011
Kommentar zur Hochmoselbrücke:
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xing.com, 17.5.2011
Rot-Grünes Brückengeschacher in Rheinland-Pfalz
... Erst im Laufe der Koalitionsverhandlungen habe man Einblick in den Stand der Auftragsvergaben und die aus einem Baustopp resultierenden Schadenersatzforderungen in Höhe von schwer glaubhaften 180 Millionen Euro nehmen können - die Brücke wird also gebaut. Die Standpunkte der in einer sich "Pro Mosel" nennenden, in einer gesunden Balance aus Sachlichkeit und Leidenschaft argumentierenden Bürgerinitiative zusammengeschlossenen Menschen, die sich die Grünen eben noch zueigen gemacht hatten, wurden dem Koalitionsdiktat, sprich dem Machthunger geopfert. ... VON CHRISTIAN ELVERS Ganzer Artikel ... |
TAZ, 14.5.2011
Das Monster von ÜrzigRIESLING Warum ein Brückenkoloss nicht nur das Moseltal bedroht, sondern auch den ganz besonderen Wein dort ... Ein Technokratenprojekt aus den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts, das viele hier nur noch "das Monster" nennen. Der Widerstand gegen das Monster vereint kleine Winzer ebenso wie Bio- und Spitzenwinzer. ...
VON TILL EHRLICH Ganzer Artikel ... |
DIE ZEIT, Ausg. 20/2011
ZEITLÄUFTEKommentar von Benedikt Erenz I l y a des juges à Berlin«, »es gibt noch Richter in Berlin«. So lautet die hübsche Pointe einer hübschen historischen Legende. Sie erzählt von einem Müller in Potsdam, der sich gegen Friedrich den Großen zur Wehr setzte und am Ende vor Gericht in Berlin obsiegte. Eine Legende, nichts weiter. Aber in der Pointe versteckt sich die ewige Hoffnung, dass die Gerechtigkeit die Macht in die Schranken weist, dass ein Richter den Souverän daran hindert, Unrecht zu tun. Dies ist die Zeit der Könige nicht mehr, der Souverän ist das Volk. Das Volk hatte die Wahl, und es geruhte in Rheinland-Pfalz, die alte Industrie-Partei SPCDU zu wählen (70,9 Prozent). Der Souverän also will diese grauenvolle Brücke über das Moseltal, wo einer der besten Weine der Welt wächst, will dieses Monstrum, das die Landschaft mit den uralten Rebhängen zerschneidet. Seine Majestät, das Volk, wünscht es, daran besteht überhaupt kein Zweifel. Aber wer die Modellzeichnung sieht, dieses angekündigte Verbrechen betrachtet, der fragt sich doch: Gibt es denn keine Richter mehr in Mainz? |
Rhein-Zeitung, 9.5.2011
Grünen akzeptieren Vertrag trotz HochmoselbrückeRheinland-Pfalz. Es wurde gekämpft, es wurde gestritten - und am Ende bekam die neue rot-grüne Landesregierung doch einen gewaltigen Vertrauensvorschuss von den 205 Delegierten. Beim außerordentlichen Grünen-Parteitag in Neuwied stimmten ganze 13 Delegierte gegen das Vertragswerk. Die Vorstandsvorsitzenden Eveline Lemke und Daniel Köbler wurden anschließend minutenlang vom ganzen Saal gefeiert. ... Die Bürgerinitiative Pro Mosel zeigte ihr Entsetzen darüber, dass der Hochmoselübergang nun doch gebaut werden soll. "Ich werde garantiert nie mehr Grün wählen", so der 77-jährige Mosel-Aktivist Helmut Körlings. "In unserer Region haben total viele Menschen Grün gewählt. Aber diese Leute fühlen sich verkauft und verschaukelt." ... VON DIETMAR BRÜCK Ganzer Artikel ... |
TAZ, 8.5.2011
Die Grünen machen alles mitTrotz des Streits über die Hochmoselbrücke stimmen die Grünen auf dem Parteitag für das Vertragswerk. Von Jürgen Trittin gab es VON KLAUS-PETER KLINGELSCHMITT Lob für "Grünland-Pfalz". ... Richtig zur Sache ging es dann in der Aussprache, wobei die Grünen den Gegnern des Hochmoselübergangs fair Redezeit einräumten. Ökowinzer Rudolf Trossen etwa forderte einen "Stresstest" für die Brücke. Alle Zahlen müssten auf den Tisch, denn bislang sei man "nur belogen" worden. Seiner Partei warf er vor, in den Verhandlungen mit der SPD "ängstlich wie Schalke 04 gegen ManU" gespielt zu haben. Der Sprecher der BI Pro-Mosel, Georg Laska, rechnete danach vor, dass in die angeblich drohenden Regressforderungen Gelder mit eingerechnet wurden, die noch gar nicht angefallen seien - sowie Mittel für den ersten Bauabschnitt der B 50 n, der auch ohne die Brücke sinnvoll sei. Er appellierte an die Grünen, die doch die Bewahrer der Schöpfung sein wollten, den Vertrag abzulehnen und in Sachen Brücke ein Moratorium zu verlangen. ... VON KLAUS-PETER KLINGELSCHMITT Ganzer Artikel ... |
Frankfurter Rundschau, 6.5.2011
"Die Grünen haben sich vorführen lassen"Der Bernkasteler Winzer Loosen über den Bau der Hochmoselbrücke, die Gefahren für die Weinberge und seine verhängnisvolle Wahlentscheidung ... Unser Importeur in Großbritannien hat ein Jahr lang unsere Flaschen mit einem Protest-Sticker verkauft. Die können alle nicht verstehen, wie leichtfertig in Deutschland eine Kulturlandschaft geopfert wird. Das wäre in Frankreich undenkbar. ... Interview: KARL DOEMENS Ganzer Artikel ... |
Frankfurter Rundschau, 5.5.2011
Ehrlich machenNur nicht zu viel versprechen, sonst platzt der Höhenflug in den Umfrageergebnissen. So wie in Rheinland-Pfalz: Dort wird die Moselbrücke kommen. ... In Rheinland-Pfalz zeigt sich nun, warum: Die Moselbrücke wird kommen. Das schmerzt, denn die Brücke war ein Symbol, das gibt auch Grünen-Chefin Claudia Roth zu. Werden die Grünen-Wähler nun den Unterschied goutieren zwischen dem Versprechen eines Bau-Stopps und dem Kampf dafür? ... VON STEVEN GEYER Ganzer Artikel ... |
DER TAGESSPIEGEL, 5.5.2011
Brückenbau bricht Brücken abDie Grünen wähnen sich unverwundbar - als wären sie längst eine Volkspartei. Doch zunächst einmal muss Landespolitik gemacht werden. ... Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, Kompromisse zu schließen. Das ist Politik. Doch anders als oft geschrieben sind die Grünen noch längst keine Volkspartei mit breiter Stammwählerschaft. Sicher sind ihnen nach wie vor nur die besserverdienenden Städter, die auch in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg das Gros der Wähler stellten. Sie können es sich daher nicht leisten, ihr altes Klientel zu verprellen. ... VON ANNA SAUERBREY Ganzer Artikel ... |
Eifelzeitung, 4.5.2011
Rot-Grün lässt die Katze aus dem SackHochmoselübergang soll gebaut werden - die Mittelrheinbrücke nicht ... Mit dem Weiterbau des Hochmoselübergangs konnten die Grünen eine ihrer zentralsten Koalitionsfragen nicht durchsetzen. Der Hochmoselübergang wird weiter gebaut. Daniel Köbler, Landesvorstandssprecher der Grünen, sprach am Montag gar von der "größten Kröte" bei den Verhandlungen, die seine Partei schlucken musste. Auch Ministerpräsident Beck bewertete die Brückenbauprojekte als größte Streitpunkte bei den Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Grünen. ... Ganzer Artikel ... |
Greenpeace-Magazin, 3.5.2011
Projektgegner: Enttäuscht von den GrünenRot-Grün in Rheinland-Pfalz will die umstrittene Hochmoselbrücke bauen, das gab Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) als Ergebnis der Koalitionsverhandlungen bekannt. Projektgegner hatten auf ein Nein der Grünen gehofft. ... Die Projektgegner hatten bis zuletzt auf ein Veto der Grünen gehofft, die sich im Wahlkampf gegen das Infrastrukturprojekt gestellt hatten. Diese Hoffnung zerstreute Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), als er am Montag bekannt gab, dass sich die neue rot-grüne Landesregierung während der Koalitionsverhandlungen darauf geeinigt habe, die Brücke zu bauen. ... Ganzer Artikel ... |
FAZ, 3.5.2011
Krötenwanderung über der MoselDie Grünen in Rheinland-Pfalz können die Verteilung der Ministerposten als Erfolg verbuchen. Kurt Beck wird im neuen Kabinett in der Mehrzahl Frauen um sich haben, doch Aspirant auf die Nachfolge ist ein Mann: Roger Lewentz. ... Als Heidelind Weidemann von der Bürgerinitiative die zu erwartenden Kostensteigerungen beim Brückenbau anspricht, herrscht Beck sie an. "Wir machen hier keine öffentliche Diskussion, sondern eine Pressekonferenz." Den beiden Grünen neben ihm ist der Ausbruch ihres künftigen Koalitionspartners sichtlich unangenehm. Sie wissen beide, dass der Unmut vieler auch neuer Grünen-Wähler über ihr Einknicken beim Hochmoselübergang den störungsfreien Verlauf des Sonderparteitags zum Koalitionsvertrag am kommenden Sonntag in Neuwied erschweren dürfte. ... VON THOMAS HOLL Ganzer Artikel ... |
TAZ, 3.5.2011
Kurt Beck gewinnt im Koalitionspoker
... Dabei hat die einzige Widerstandspartei gegen den Brückenbau ihren Stimmenanteil bei der letzten Landtagswahl glatt vervierfachen können. Doch mit dem Einknicken am Koalitionsverhandlungstisch haben die Grünen ihren Erfolg und das in sie gesetzte Vertrauen wieder verzockt. ... KOMMENTAR VON KLAUS-PETER KLINGELSCHMITT Ganzer Artikel ... |
Eifelzeitung, 27.4.2011
Winzer engagieren sich:
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FAZ, 27.4.2011
Wenn Reben weinenDie Mosel bei Bernkastel-Kues hat nicht nur Weinlagen von Weltruf zu bieten, sondern auch eine Landschaft wie aus dem Deutschland-Bilderbuch. Die Winzer fürchten, durch den Bau des Hochmoselübergangs, beides zu verlieren. Das Projekt hat den Grünen die Wähler zugetrieben. Doch die Angst vor den negativen Folgen der Brücke für Weinbau und Tourismus hat alte politische Bindungen aufgelöst und neue, ungewöhnliche Bündnisse entstehen lassen. Prüm zitiert dazu einen befreundeten Winzer: "Gegen die Leute, die uns die Weinberge kaputtmachen wollen, verbünde ich mich sogar mit des Teufels Großmutter." Der Blick aus dem Esszimmer der vor mehr als 100 Jahren am Moselufer erbauten, prächtigen Jugendstilvilla der Familie Prüm machen die Sorge des Hausherrn und seiner Tochter Katherina anschaulich. Gegenüber liegt in Gestalt der Weinlage "Wehlener Sonnenuhr" ein Teil des Kapitals des Geschäfts, das nun die 32 Jahre alte Katharina Prüm in vierter Generation weiterführt. Wird die Brücke wenige Kilometer flussabwärts gebaut, fürchten die Prüms wie andere Winzer auch vor allem um die in Jahrhunderten von Menschen unberührte Wasserversorgung ihrer Rieslingstöcke. VON THOMAS HOLL Ganzer Artikel ... |
Rhein Zeitung, 23.4.2011
"Bürgeranwalt": Internet-Petition klappt gutRheinland-Pfalz - Er ist der "Bürgeranwalt" von Rheinland-Pfalz: Dieter Burgard kümmert sich seit fast genau einem Jahr um politische Sorgen im Land. ... Mitte März ging das Projekt online. Wie ist es angelaufen?
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Eifelzeitung, 20.4.2011
Hochmoselübergang wird teurer als geplantAuch der umstrittene Hochmoselübergang wird mehr als die geplanten 400 Millionen Euro kosten. Hinter vorgehaltener Hand sprechen Experten in den beteiligten Behörden von Kosten von weit über einer Milliarde Euro. Der Hochmoselübergang wird natürlich von den Befürwortern schön geredet und in Wirklichkeit ist das Ding ein Relikt aus Zeiten des Kalten Krieges. ... Ganzer Artikel ... |
TAZ, 12.4.2011
Wo Buddha wie Bacchus grinstTraben-Trarbach ist eine typische weinselige Mosel-Kleinstadt. Doch sie hat zwei Besonderheiten: Jugendstil und viele Buddhas ... Traben-Trarbach liegt nicht weit entfernt vom 360 hohen Moselsporn, wo die umstrittene Hochmoselbrücke geplant ist. Sie wird für ein paar Minuten Fahrtverkürzung noch mehr Lärm und Belastung in die weltbekannte Rieslingregion bringen. Eine Attacke auf die Idylle. ... Ganzer Artikel ... |
Frankfurter Rundschau, 11. April 2011
Rot-Grün verhandelt in MainzIn Rheinland-Pfalz beginnen heute Koalitionsgespräche / Grünen-Votum einstimmig ... Das Haupt-Streitthema der Verhandlungen dürfte das Projekt der Hochmosel-Brücke bei Wittlich werden, für das während der Gespräche ein Bau- und Vergabestopp gilt. Diese Unterbrechung sei "ein sehr gutes und ernstzunehmendes Zeichen", sagte Lemke. Das insgesamt 330 Millionen Euro teure Großprojekt müsse juristisch und verkehrstechnisch überprüft werden. Dass die SPD dem Baustopp nur als taktisches Manöver zugestimmt hat, glaubt Lemke nicht. "Ich glaube nicht, dass die SPD uns da linken will." VON JOACHIM WILLE |
TAZ, 11. April 2011
Grüne und SPD stoppen BrückenbauIn Mainz beginnen die rot-grünen Koalitionsverhandlungen. Die CDU warnt wegen des Baustopps der Hochmoselbrücke vor Regressforderungen. ... Als ersten Erfolg für sich konnten die Grünen dabei ein Moratorium für den umstrittenen Bau der Hochmoselbrücke verbuchen. Für die Dauer der an diesem Montag beginnenden Koalitionsverhandlungen jedenfalls würden "keine weiteren Bauaufträge vergeben und bei den Arbeiten im Bauabschnitt 2 keine neuen Fakten geschaffen", ließ die SPD nach dem letzten Sondierungsgespräch verlautbaren. ... VON KLAUS-PETER KLINGELSCHMITT Ganzer Artikel ... |
DER TAGESSPIEGEL, 9. April 2011
Kampf um die HochmoselbrückeGrüne in Rheinland-Pfalz einstimmig für Koalitionsverhandlungen mit der SPD / Großprojekte könnten Einigung verhindern ... Die Angst, dass er die Grünen über den Tisch ziehen könnte, ist daher groß. Nicht nur bei der grünen Basis, auch bei den Gegnern der großen Brückenbauvorhaben in Rheinland-Pfalz. Sie hoffen alle auf die Grünen, sie sind schließlich angetreten, um die umstrittenen Projekte zu verhindern: Einmal die Mittelrheinbrücke zwischen Sankt Goar und Sankt Goarshausen, aber auch die Hochmoselbrücke, die zwischen Ürzig und Rachtig das romantische Moseltal durchschneiden soll. ... VON MARION MÜCK-RAAB Ganzer Artikel ... |
Deutschlandfunk, 7. April 2011
Risse im BetonIn Rheinland-Pfalz haben die Grünen die SPD zwar nicht überholt, zwingen aber die geschwächte SPD unter Kurt Beck in eine Koalition. Kompromisse müssen geschlossen werden, doch eine Brücke gibt es, über die kein Grüner gehen will: den umstrittenen Hochmoselübergang. ... Auch unter Rot-Grün wird aus den Betonbergen an der Autorennbahn keine neue Grünanlage werden. Ob aber der Beton für die umstrittene Moselbrücke angerührt wird, darf getrost bezweifelt werden. Einen sichtbaren Erfolg muss Beck den grünen Betonskeptikern schon gönnen, wenn er mit ihnen regieren will. Und das will er - daran gibt es bis jetzt keinen Zweifel. ... Von Ludger Fittkau Ganzer Artikel ... |
Frankfurter Rundschau, 7. April 2011
Sie nennen sie "Monster"160 Meter hoch soll die Hochmoselbrücke werden, fast zwei Kilometer lang und vier Spuren breit. Die Wut ihrer Gegner ist riesengroß. Seit dem Wahlsieg der Grünen wächst die Hoffnung der Winzer auf einen schnellen Tod des Projekts. ... Die Gegner befürchten die Zerstörung einer einzigartigen Kulturlandschaft. In einer großen Schleife windet sich die Mosel zwischen Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach nämlich um den 360 Meter hohen Moselsporn. An seinen Hängen wachsen einige der besten Rieslinge Deutschlands. Auf seinem Rücken erholen sich Wanderer und Mountainbiker. Die Trasse aber würde das Plateau längs durchschneiden, um dann beim „Zeltinger Himmelreich“ auf 16 Meter breiten Stelzen das Tal zu kreuzen. Von unten kein schöner Anblick. „Die Übernachtungszahlen werden in den Keller stürzen. Hier kommt doch keiner mehr hin“, fürchtet Markus Reis, der Inhaber des „Zeltinger Hof“. ... VON KARL DOEMENS Ganzer Artikel ... |
Trierischer Volksfreund, 6. April 2011
Grüne und SPD vereinbaren Baustopp für HochmoselübergangDer Bau des Hochmoselübergangs im Kreis Bernkastel-Wittlich ist vorerst gestoppt, neue Aufträge werden nicht vergeben. Das haben die Spitzen von SPD und Grünen bei ihrem zweiten Sondierungsgespräch beschlossen. Jetzt bringen die Grünen einen Kompromiss ins Gespräch - ohne Brücke. ... Jutta Blatzheim-Roegler, über die Landesliste neu gewählte Landtagsabgeordnete der Grünen aus Bernkastel-Kues und Pro-Mosel-Mitgründerin, sagte: "Die Übereinkunft mit der SPD zum Baustopp hat uns sehr gefreut und macht es nun einfacher." Ein möglicher Kompromiss aus Sicht der Grünen: Es sei vorstellbar, den ersten Bauabschnitt westlich der Mosel von der A 1 bis nach Platten zu Ende zu bauen. Die Brücke würde dann wegfallen - und, so die Vision, es wäre Geld für andere umweltverträglichere Projekte frei. Ganzer Artikel ... |
Berliner Zeitung, 5. April 2011
Mitten durch das HimmelreichDie seit Jahrzehnten geplante Hochbrücke über die Moselschleife zerstört eine Landschaftsidylle, sagen die Baugegner.
... Kaum waren die Stimmen ausgezählt, gingen bei J.J. Prüm die ersten Mails von Kunden aus den USA und Belgien ein, die gratulierten. Winzerkollege Ernst Loosen, der seine vielfach prämierten Rieslinge vorwiegend ins Ausland verkauft, wurde in der vergangenen Woche auf einer Weinmesse von seinem finnischen Agenten mit Fragen bombardiert ... VON KARL DOEMENS Ganzer Artikel ... |
Rhein-Zeitung, 31. März 2011
Am Hochmoselübergang knistert esRheinland-Pfalz - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gießt aus dem fernen Brasilien Öl ins rot-grüne Koalitionsfeuer: Bei einer Auslandsreise stellt er plötzlich den umstrittenen Hochmoselübergang zur Disposition, den die rheinland-pfälzische SPD seit Jahren ebenso vehement fordert wie er von Grünen bekämpft wird. VON URSULA SAMARY Ganzer Artikel ... |
heise online, 27.3.2011
Was war. Was wird.Wochenschau von Hal Faber ... Sie (de Wahlprüfscheine) gibt es auch für Rheinland Pfalz, wo eine Deutsche Weinkönigin gegen den Schutzpatron der Frisöre antritt. Mittendrin bei dieser Wahl ist Brücke 21: Der weinpanschende Hochmoselübergang, der quasi umsonst aus Mautgeldern entstehen soll. ... Ganzer Artikel ... |
Deutschlandradio, 23. März 2011
Nicht nur für Winzer ein ÄrgernisIn Rheinland-Pfalz soll bald eine gewaltige Brücke über das Moseltal führen, erste Bauarbeiten haben schon begonnen. Der Hochmoselübergang ist zwar nicht ganz so berühmt, wie "Stuttgart-21", der Widerstand gegen die Brücke ist dennoch beachtlich. ... Für manchen Wein-Kritiker ist das einer der besten Rieslinge der Welt, für Manfred Prüm geht es auch um den Tourismus und die Schönheit des Moseltals: "Das wär ein Jammer, wenn dadurch eine Ecke so verunstaltet würde, vor allem durch so ein Riesenmonstrum!" ... VON GERWALD HERTER Ganzer Artikel ... |
DIE WELT, 21.3.2011
Eine Brücke spaltet das MoseltalLängst überfälliger Fortschritt oder ein ökologisches Desaster? Der geplante "Hochmoselübergang" wird zum Wahlkampfthema in Rheinland-Pfalz ... Gerade hat Albert de Villaine, der auf seiner Domaine Romanée-Conti die besten Burgunderweine der Welt produziert, in einem offenen Brief vor dem "ökologischen, kulturellen und ökonomischen Desaster" gewarnt, welches durch die Brücke heraufbeschworen würde. Für die internationale Weinwelt ist die Mittelmosel so etwas wie der Heilige Gral des Rieslings. Und dort soll dieses Monsterbauwerk hineingewuchtet werden? Die Weinwelt steht Kopf. An der Mosel ist es ruhig. Es kommt sehr darauf an, ob man diese Gegend von außen oder von innen betrachtet. Die jeweiligen Bilder sind kaum zur Deckung zu bringen. ... VON ECKHARD FUHR Ganzer Artikel ... |
DER SPIEGEL, Nr. 11/14.3.11
Interview mit Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin... In Rheinland-Pfalz wie in Sachsen-Anhalt wollen wir zum Beispiel Geld in die Hand nehmen, um Betriebe in abgelegenen Regionen besser an Breitbandverbindungen anzuschließen, statt es frür symbolische Brrücken rüber Rhein und Mosel zu verschwenden. ... |
Rhein-Zeitung, 25.2.2011
Eveline Lemke (Grüne) bekämpft neue Verkehrswege aus BetonIn der Bevölkerung ist der Wunsch nach Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr persönliches Lebensumfeld betreffen, so groß wie selten. ... Der Blick auf die Logik des Scheiterns von Großprojekten zeigt: Wo über die Köpfe der Menschen hinweg regiert wird, schlägt Unmut schnell in Protest um. Deshalb muss Politik mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl handeln, dann können auch große Projekte Segen bringen! VON EVELINE LEMKEGanzer Artikel ... |
DER SPIEGEL, Nr. 8/21.2.11
Frevel am FlussDie Moselbrücke schafft kuriose Fronten im Landtagswahlkampf. SPD und CDU stehen geschlossen gegen Grüne, Winzer und internationale Weinfreunde. ... Renommierte Weinkritiker wie der Brite Hugh Johnson nutzen jede Gelegenheit, um den Stopp des Brückenbaus zu verlangen. Im vorigen Jahr traf er sich mit einigen Kollegen, den Moselwinzern und Grünen wie Joschka Fischer zu einer "Protestverkostung" in einem Berliner China-Restaurant, um in der Bundesrepublik für Aufmerksamkeit für den Skandal in der Provinz zu sorgen (SPIEGEL 14/10). ... VON RALF BESTE |
Rhein-Zeitung, 31.1.2011
"Grün bewegt" viel Volk in die Bildungsstätte
... Claudia Roth wehrt sich gegen den Vorwurf, die Grünen seien die "Gegen-Partei" und Politik-Verweigerer. "Wer gegen den Hochmoselübergang und die Mittelrheinbrücke ist, ist kein Verweigerer. Das Verhindern dieser Brücken ist vielmehr Zukunftspolitik." ... Ganzer Artikel ... |
5vier.de, 20.1.2011
Aktuelles: Hochmoselübergang - "Die Menschen sind zutiefst traurig"Andreas Gniffke im Gespräch mit Dr. Elisabeth Reis ... Entsprechend verunsichert sind viele Menschen, wenn wir versuchen Aufklärungsarbeit zu leisten. Viele reagieren völlig verständnislos, wenn wir Ihnen zum Beispiel vorrechnen, dass die prognostizierten Fahrzeitvorteile für die Bewohner des Moseltals oder für die europäische Verbindung eine reine Illusion sind. ... Ganzer Artikel ... |
5vier.de, 14.1.2011
Hochmoselübergang - Mit Stahlbeton durch den Würzgarten
... Der in Beton gegossene Anachronismus scheint kaum aufzuhalten zu sein. Warum ausgerechnet in Zeiten leerer Kassen und der allgemein verkündeten Krise ein derartiges Megaprojekt mit aller Gewalt durchgesetzt werden soll, ist schwer nachzuvollziehen. 5vier.de hat hierzu ein ausführliches Gespräch mit Dr. Elisabeth Reis geführt, die im Namen der Initiative "Pro-Mosel" beim Petitionsauschuss des Bundestags eine von rund 24.000 Bürgern unterschriebene Petition mit dem Ziel eines sofortigen Baustopps eingebracht hat. Auch mit dem Landesministerium ist ein Gesprächstermin vereinbart, beide Gespräche werden in den nächsten Wochen veröffentlicht werden. Zu Wort kommen sollen aber auch die Befürworter des Projekts; so könnte ein Forum für den Austausch von Argumenten für und gegen die Notwendigkeit eines immensen Eingriffs in eine historische Kulturlandschaft von Weltruf entstehen. Für einen Bau dieser Größe muss es sehr gute Gründe geben, ansonsten wäre es tatsächlich das von Stuart Pigott benannte "Verbrechen". VON ANDREAS GNIFFKEGanzer Artikel ... |
Pirmasenser Rundschau, 12.1.2011
Sogar der Kölner Dom hätte darunter PlatzIn diesem Jahr soll der Bau der 158 Meter hohen Moselbrücke bei Zeltingen beginnen
... Die Kritiker halten den Bau aber nicht nur für schädlich, sondern nachgerade für überflüssig. Schließlich sei das Rhein-Main-Gebiet bereits an die Nordseehäfen über bestehende Fernstraßen angebunden, wie etwa die A 61 aus Richtung Venlo oder die A 4 aus Richtung Aachen. Eine bessere Anbindung des Moseltals wiederum sei wegen der nach Ansicht der Gegner ungünstigen Streckenführung der neuen Verkehrsachse nicht gegeben. ... |
Das Parlament, 3.1.2011
Gegen eine neue Moselbrücke
... Auf riesigen Stelzen führt eine massive Autobahnbrücke über das grüne Moseltal hinweg. Ein grässlicher Anblick für Katharina Prüm, eine schlanke Frau mit Pferdeschwanz und wachen Augen. Das Bild ist nur eine Fotomontage. Bislang. Denn die Bauarbeiten an der neuen Bundesstraße 50, die nicht nur die Mosel, sondern auch das Tal überqueren soll, haben bereits begonnen. 160 Meter hoch und neun Kilometer lang soll die Brücke werden, vierspurig, mit 16 Meter breiten Pfeilern. Der Hochmoselübergang will Eifel und Hunsrück verbinden, ein Entwurf aus den 60er Jahren. Die Trassen sollen oberhalb der besten Weinlagen an der Mosel verlaufen, für die Deutschland in der ganzen Welt bekannt ist. ... Ganzer Artikel ... |
Der Feinschmecker, 1/2011
Die Narren aus MainzWeinpapst Hugh Johnson:
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Luxemburger Wort, 13. November 2010
Wichtige Verkehrsachse oder Betonmonster?Das große Bauvorhaben, zwischen Zeltingen-Rachtig und Ürzig (bei Wittlich) eine gewaltige Brücke durch die Mittelmoselweinregion zu ziehen, erregt jenseits der Grenze die Gemüter. Der sogenannte Hochmoselübergang ist ein umstrittenes Verkehrsprojekt. Die Befürworter sehen darin den Anschluss der Region an die Ballungsräume in Belgien und der Nordseehäfen in den Niederlanden an das Rhein-Main-Gebiet. Die Gegner der vierspurigen Brücke, die nicht allein den Fluss überspannen soll, sondern gleich das ganze Moseltal, wollen nicht, dass diese Brücke, die in einer Länge von 1,7 Kilometern mitten durch das Weinbaugebiet führt, der Tourismusregion schadet.
... Der Bundesverband deutscher Prädikatsweingüter (VDP) befürchtet für seine VDP-Mitgliedsgüter in Bernkastel, Graach, Wehlen und Zeltingen-Rachtig Auswirkungen durch dieses Bauwerk wie den Kollaps der Ökostruktur, eine nachhaltige Störung der Wasserversorgung sowie des Kleinklimas und irreparable optische Eingriffe in das Moseltal. ...
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Trierischer Volksfreund, 23. Oktober 2010
Stuttgart-21-Schlichter rät zum
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Genuss online, 22. Oktober 2010
Die unbeschwerte Leichtigkeit des WeinsEin entsetzlicher Fehler: die Moselbrücke Eine zeitgenössische Geschichte über die Mosel und den Wein wäre nicht komplett, ohne dass man eine himmelschreiende Bausünde anprangerte, welche zurzeit in Arbeit ist: die Moselbrücke bei Ürzig. ...
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DIE ZEIT, Nr. 42/14.10.2010
Der kleine Bruder wird zu großPartner oder Konkurrenten? Wie die SPD auf den Höhenflug der Grünen reagiert. Ulrike Höfken, Bundestagsabgeordnete der Grünen, kann für ihre Heimat, das SPD-regierte Rheinland-Pfalz, praktisch im Schlaf solche Pharaonengröber aufzöhlen. Vom Freizeitpark am Nürburgring, über das 4-Sterne-Schlosshotel in Bad Bergzabern im Wahlkreis von Ministerprösident Kurt Beck bis zur geplanten 300 Millionen € teuren. Hochmoselbrücke. Gegen all diese Projekte machen die Grünen mobil - auf Kosten der SPD. "Früher hatte Kurt Beck für uns nur Verachtung übrig", erinnert sich Höfken. "Da hieß es: Wir lassen uns von der Mopsfledermaus doch nicht die Arbeitsplötze kaputt machen!" Gut möglich,dass die Mopsfledermaus nun Becks Arbeitsplatz rettet. Wenn er nömlich bei der Landtagswahl im Frühjahr die absolute Mehrheit verliert - und starke Grüne ihm dann zur Seite springen. Ganzer Artikel ... |
Augsburger Zeitung / Allgäuer Zeitung, 8. Oktober 2010
Angst um den RieslingWinzer Kämpfen gegen eine Riesenbrücke über die Mosel. Die Reben bekommen durch den Bau angeblich nicht mehr genug Wasser.
... 2000 Jahre lang haben die Winzer ihre Reben mühselig gepflegt und behütet. 2000 Jahre lang hat die rötliche Erde die Trauben genährt. Nun fürchten die Weinbauern um die Zukunft ihrer kostbaren Kulturen. Planierraupen schlagen schneisen in die Landschaft. ...
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ZEIT ONLINE vom 7. Oktober 2010
Politiker, hört auf uns!In Hamburg droht dem Senat wegen seiner Kulturpolitik eine Klage der Bürger. Wie in Stuttgart ignorieren Politiker den Zorn des Volkes. Damit machen sie einen Fehler. Ein Kommentar ... Fragt sich, wie lange man in einer Demokratie mit solch repressivem Gebaren durchkommt. Landauf landab verschärft sich der Konflikt zwischen Politikern und Bürgern. Es geht um Beschlüsse, die als absurd empfunden werden: Man denke an die Dresdner Waldschlösschenbrücke, die Moselquerung, die Leipziger Paulinerkirche, ganz zu schweigen vom schwelenden Unmut über Hartz IV. ... VON EVELYN FINGERGanzer Artikel ... |
SPIEGEL ONLINE vom 5. Oktober 2010
Protest gegen GroßprojekteBarrikadenrepublik DeutschlandBrücke übers Moseltal - Aufstand der Idyllenschützer ... Die Grünen, die nicht im Landtag sitzen, und Umweltschützer lehnen den Bau als unnötigen Eingriff in die Natur ab. Weinexperten aus der ganzen Welt bangen um den Wasserhaushalt der berühmten Riesling-Lagen. Für die Brücke müsste Wald gerodet werden, der als Wasserspeicher für die Reben dient. Anwohner kritisieren den "massiven Eingriff in das Landschaftsbild" und fürchten um Einnahmen aus dem Tourismus. ... VON SEBASTIAN FISCHER, ANNA FISCHHABER, ANDREAS GRIEß, BJÖRN HENGST, FABIAN REINHOLD UND HENDRIK TERNIEDENGanzer Artikel ... |
Neues Deutschland vom 6. September 2010
Streitobjekt MoselbrückeVerkehrsprojekt in Rheinland-Pfalz sorgt seit Jahren für Aufregung ... Brückenkritiker führen nicht nur ästhetische Bedenken oder Sorgen um römische Kulturdenkmäler und seltene Tier- und Pflanzenarten an, die vom Bau verdrängt würden. Sie befürchten, dass die Brücke Gäste etwa aus Benelux vergrault, die hier seit langem Erholung suchen. ... VON HANS-GERD ÖFINGERGanzer Artikel ... |
Trierischer Volksfreund vom 19. August 2010
Moselfahrt aus BrückenkummerIn Ürzig hat Renate Künast erneut Stellung gegen den Hochmoselübergang bezogen. Die bündnisgrüne Fraktionschefin im Bundestag sah sich den Standort der Brücke vom Ausflugsschiff aus an. 18 000 Unterschriften gegen die Brücke überreicht symbolisch in einem Weingut die Bürgerinitiative Pro Mosel an Künast. Eigentlicher Empfänger der Botschaft ist Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Den fordert Künast auf, kein Geld mehr für das Projekt bereitzustellen. 330 Protestballons - insgesamt kostet die B 50 neu 330 Millionen Euro - für Ramsauer sowie für Ministerpräsident Kurt Beck und seinen Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) gibt es noch dazu. Die Ballons sind mit dem Aufdruck und der Aufforderung "(Er)Sparen wir uns den Hochmoselübergang" versehen. Der Flugrichtung nach zu urteilen, sind die Ballons Richtung Berlin unterwegs. Ob die Botschaft dort ankommt, ist nicht bekannt. ... VON HARALD JANSENGanzer Artikel ... |
FAZ, 8. August 2010
Wo Verbindungen trennenOb am Rhein oder an der Mosel: Über die Brückenprojekte ist überall entschieden. Doch der Protest hält an, und die Gegner haben noch Hoffnung. ... Doch wer schon neuen Straßen skeptisch gegenübersteht, lehnt neue Brücken rundweg ab. Sie ziehen nach Ansicht der Kritiker nicht nur mehr Verkehr an, sondern bedrohen ganze Uferlandschaften und verändern historisch gewachsene Landschaftsbilder unwiderruflich. ... VON OLIVER BOCK |
Handelsblatt, 2. August 2010
Sparpolitik zwingt Bund zu BaustoppSchlechte Nachrichten für die Bauwirtschaft: Ein interner Vermerk des Verkehrsministeriums belegt, dass der Bund bis auf weiteres keine neuen Straßen, Schienen und Wasserwege mehr bauen will. Die Branche ist alarmiert - und schlägt vor, die Autofahrer zur Kasse zu bitten. ... Galten früher Investitionen in Beton als Rechtfertigung, um neue Schulden aufzunehmen, so gilt dies nicht mehr. Ramsauer darf nur noch zehn Mrd. Euro in die Verkehrswege investieren - wozu auch die Pflege der rund 100 000 Kilometer Bundesstraßen, Fernstraßen und Autobahnen gehört. Zu wenig, um noch großartig neu zu bauen. Also passiert, was Experten seit langem fordern: Der Bund stopft lieber Schlaglöcher, anstatt noch ein Dorf an die Autobahn anzuschließen. VON DANIEL DELHAESGanzer Artikel ... |
Handelsblatt, 2. August 2010
Ökonomen entzaubern öffentliche InvestitionenDie Schuldenbremse zerstört einen der ältesten Glaubenssätze der Politik. Dieser lautete: Investitionen fördern Wachstum und Beschäftigung. Daran melden die Beamten im Bundesfinanzministerium von Wolfgang Schäuble nun Zweifel an. ... Derzeit berechnet das Verkehrsministerium alle geplanten Infrastrukturprojekte neu. Schon jetzt zeigt sich: Etliche lohnen sich nicht mehr und wurden bewusst "schöngerechnet": Die Kosten waren zu niedrig, der Nutzen war zu hoch angesetzt. Das sichert zwar die Zustimmung im Parlament, garantiert aber auch, dass die Projekte doppelt oder dreimal so teuer werden wie geplant und am Ende nicht genutzt werden. VON DONATA RIEDEL UND DANIEL DELHAESGanzer Artikel ... |
Die Rheinpfalz, 22. Juli 2010
"Schluss mit größenwahnsinnigen Monsterprojekten"Interview: Heiner Monheim, Trierer Professor für Raumentwicklung, fordert eine radikale Abkehr von der bisherigen Verkehrsplanung
... Im Prinzip müsssen sehr viele Straßenbauprojekte gestoppt werden, natürlich zuerst die besonders umstrittenen wie der Hochmoselübergang oder die geplante Mittelrheinbrücke bei St. Goar. ...
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DER SPIEGEL, Nr. 29 / 19.7.10
Ende eines SommermärchensDie rot-grünen Erfolge der vergangenen Wochen haben dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel unerwartet Aufwind verschafft. Doch dem sprunghaften Parteichef stehen schwierige Entscheidungen bevor - und aus den grünen Partnern könnten bald gefährliche Rivalen werden. ... In Rheinland-Pfalz starten die Grünen als außerparlamentarische Opposition und attackieren schon jetzt umstrittene Großprojekte der regierenden SPD wie den Nürburgring und die Moselhochbrücke. ... VON CHRISTOPH HICKMANN u. RALF BESTE |
Wanderlust, Nr. 4 / August 2010
Riesling in GefahrZugebaut: Eine riesige Brücke soll das Moselpanorama zerschneiden. ... Nicht nur die Vogelwelt ist dadurch bedroht: "Durch das verkehrskonzeptionell und wirtschaftlich umstrittene Projekt könnte die renommierteste Steillagen-Rieslingmeile der Welt durch Störungen im Wasserhaushalt gefährdet werden", so Elisabeth Reis von der Initiative "Pro-Mosel". |
Chrismon PLUS rheinland 07/2010
Evangelische Monatszeitschrift
Brückenbau bleibt umstrittenDer Hochmoselübergang soll Eifel und Hunsrück verbinden - Weinkenner fürchten um den Riesling ... Neben der Brücke steht auch der Streckenverlauf in der Kritik. Ein zwanzig Kilometer langer Abschnitt der vierspurigen Schnellstraße soll quer durch das Hochplateau weltberühmter Weinberge verlaufen. Die Befürchtung: Durch eine tief in den Boden eingelassene Straßentrasse werde das Mikroklima der umliegenden Weinberge gestört und den Reben das Wasser abgegraben. Selbst Beobachter der "New York Times" und des "Wall Street Journals" äußerten sich skeptisch und fürchten um die Qualität des hochgeschätzten Mosel-Rieslings. ...
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Capital 07/2010
Seid ihr verbrückt?Mosel. Eine gewaltige Autobrücke soll sich schon bald quer durch das Riesling-Idyll erstrecken. Internationale Kritiker und Weinliebhaber sind entsetzt, die Mosel-Winzer hingegen kümmert das wenig. Sie sind mit sich selbst beschäftigt. Psychogramm einer Provinz von Weltgeltung ... Der Plan löst Empörung aus. Seit Monaten. Überall auf der Welt. Renommierte Weinpublizisten und Weinliebhaber von New York über Sydney bis nach Tokio regen sich lautstark auf. Eine Weltbürgerinitiative gegen eine Brücke in der deutschen Provinz. ... die meisten Bauern wollen einfach nur ihren Wein verfeinern - und in Ruhe gelassen werden.
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Fachzeitschrift Kulturpolitische Mitteilungen (KuMi)
Heft 129 II/2010:»Kulturnation« - »Staatsnation« |
Süddeutsche Zeitung, 20. Juni 2010
BaukulturbombeMinister Ramsauer will Städtebauförderung drastisch kürzen ... Der Tourist wundert sich auch über die breitspurigen und ins Nichts führenden Straßen, die für potentielle Industrie- und Gewerbegebiete notwendig schienen. ... Allein die umstrittene B 50 Hochbrücke über die Mosel bei Ürzig, die die besten, weltweit hoch geschätzten Rieslingweinlagen gefährdet, soll 300 Mio Euro kosten. Dieses Bauprojekt galt dem Ministerium bisher als Konjunkturfördermaßnahme.
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Neue Zürcher Zeitung, 15. Juni 2010
Proteste von Umweltschützern an die falsche Adresse... 40 Jahre alt ist das Projekt. Die künftige Brücke wird Teil der europäischen West-Ost-Achse sein. Sie verbindet die niederländischen und belgischen Nordseehäfen mit Südwestdeutschland, mit der Schweiz, Österreich, Ungarn und Tschechien. ... Der gesamte Durchgangsverkehr soll aus dem Moseltal verbannt und über die klassische Kulturlandschaft hinweggeführt werden. ... befindet sich der Weinbau an Mosel und Rhein auf dem Rückzug ... Die Kunstbauten an den Hängen drohen mit der Zeit einzustürzen ... Die Forschungsanstalt Geisenheim ... prognostiziert das Auslaufen des Rieslinganbaus ... Der Weinkenner und Schriftsteller Hugh Johnson muss sich nur noch eine Weile gedulden. Dann kann er den geliebten Riesling vielleicht auch beim Winzer im heimischen Essex beziehen.
(Anm.: Moselriesling als Auslaufmodell?) |
Rheinischer Merkur, 27. Mai 2010
Musikfestivals - So klingt das Land
... Noch mehr bekümmert den Regionalpatrioten (Hermann Lewen) ein anderer Stilbruch: der geplante Hochmoselübergang bei Ürzig, ein 160 Meter hohes, 1,7 Kilometer langes Betonungetüm. Eine Schnellstraße soll dort das Auge beleidigen, wo eine Fülle von Konzerten einen Kontrapunkt zur Alltagshektik setzt. Der rheinland-pfälzische Landesvater Kurt Beck verspürt wenig Lust auf eine Diskussion von Dresdner Ausmaßen. "Es wird ja so getan, als ob wir die Mosel überdachen würden", bespöttelte er die Brücken-Kritiker. Sein Grußwort zum Festival tönt versöhnlicher: "Musik hilft uns, dass unsere Welt liebens- und lebenswerter wird", philosophiert er. Der Betonkoloss passt nicht zu den fein strukturierten Weinen. Aber in einem Land, in dem Bach und Buddha zusammenfließen, ist das wohl kein Argument.
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BEELD, 26. Mai 2010
Wijnopstand tegen MOEZELBRUGBij onze oosterburen groeit het protest tegen de bouw van een enorm viaduct over de rivier de Moezel. ...
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FOCUS, 22. Mai 2010
Gefecht um die MoselDie Mainzer Landesregierung verteidigt die geplante Riesenbrücke, die Gegner hoffen auf den Rechnungshof ... In Zeiten der Finanzkrise sei die Vergabe öffentlicher Mittel für dieses Bauwerk unverantwortlich, argumentieren die Initiatoren der örtlichen Bürgerinitiative. ... |
Darmstädter Echo, 15. Mai 2010
Abschied von der Mosel-IdylleVerkehr - Vorbei an berühmten Riesling-Lagen soll bald eine 160 Meter hohe Straßenbrücke bei Ürzig den Fluss überspannen International bekannte Weinkenner wie der Brite Hugh Johnson und sein in Deutschland lebender Landsmann Stuart Pigott sind längst auf den Barrikaden. Ihre fassungslose Frage: Wie kann ein Staat wie Deutschland ohne Not das Ansehen und womöglich auch die Qualität eines Teils seiner besten Riesling-Weinberge aufs Spiel setzen? Die Mosel lebe vom Wein und den Touristen; diese beiden seien auf lange Sicht die Säulen des wirtschaftlichen Gedeihens der Region. |
Aachener Nachrichten, 7. Mai 2010
Bekannte Weinexperten sind auf den BarrikadenZwischen den Weinorten Ürzig und Rachtig soll eine Fernstraßen-Brücke die Mosel überspannen. Anwohner und Winzer halten das für überflüssig und absurd. ... International bekannte Weinexperten wie der Brite Hugh Johnson und sein in Deutschland lebender Landsmann Stuart Pigott sind längst auf den Barrikaden. Ihre fassungslose Frage: Wie kann ein Staat wie Deutschland ohne Not das Ansehen und womöglich auch die Qualität eines Teils seiner besten Riesling-Weinberge auf's Spiel setzen? Die Mosel lebe vom Wein und den Touristen. Diese beiden seien auf lange Sicht - also nachhaltig - die Säule ihres wirtschaftlichen Gedeihens. ...
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FOCUS, 29. April 2010
Klöckner dafür, Winzer enttäuschtDie CDU-Politikerin Julia Klöckner spricht sich für den umstrittenen Moselübergang aus. Die Bürgerinitiative und viele Winzer sind enttäuscht. Julia Klöckner, Spitzenkandidatin der CDU bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz im kommenden Jahr, bleibt auf Parteilinie. Die Staatssekretärin im Bundesverbraucherministerium hatte sich viele Monate nicht zu der umstrittenen Planung der Moselbrücke bei Bernkastel-Kues geäußert...
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NWZ online, 24. April 2010
Brücken-Schatten fällt auf Mosel-WeinAuf jeden Fall verändert sich das Landschaftsbild. Seit 2000 Jahren wird dort Wein angebaut. Winzer und Wein-Genießer schlagen Alarm: Der von ihnen als brutal empfundene Brückenschlag durch die 2000 Jahre alte Kulturlandschaft bei Ürzig, zwischen Bernkastel und Traben-Trabach, könnte zu Image-Schäden und möglicherweise Qualitätseinbußen nahe der Brücke führen.
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FAZ, 21. April 2010
Zwanzig Minuten gegen zweitausend JahreWarum können Politiker nicht von irrwitzigen Plänen Abstand nehmen? Die beabsichtigte Hochbrücke bei Ürzig ist ein monströses Projekt. Sie wird die Kulturlandschaft des Moseltals zerstören.
Doch weder diese Monsterkosten noch die Erinnerung daran, dass das Vorhaben auf kurzsichtige Pläne der verkehrssüchtigen sechziger Jahre zurückgeht, irritieren die Politiker. Gar nicht zu reden davon, dass dieselben Politiker bei anderen Gelegenheiten die Verlagerung des Warentransports auf die Schiene propagieren. Räder müssen rollen - und sei es über die Asche einer Kulturlandschaft.
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evangelisch.de, 16. April 2010
Geplante Brücke über die Mosel stößt auf WiderstandIm idyllischen Moseltal zwischen Bernkastel und Traben-Trarbach ist neuer Streit ausgebrochen. Es geht um den Bau einer gigantischen, 158 Meter hohen Brücke, unter die sogar der Kölner Dom passen würde. ... Nach den Worten der grünen Bundestagsabgeordneten Ulrike Hoefken aus Bitburg kämpfen Menschen seit Jahrzehnten gegen das "ökologisch verheerende, ökonomisch unsinnige und obendrein hässliche" Projekt. Der Bau sei von der Landesregierung an den Haushaltsvereinbarungen vorbei mit dem Versprechen einer privaten Finanzierung durchgedrückt worden, die jedoch - mangels interessierter Investoren - nie zustande kam, lauten die Vorwürfe der Abgeordneten. Stattdessen müssten jetzt die Steuerzahler für die Zerstörung des Kulturerbes zahlen. ... Ganzer Artikel ... |
Sächsische Zeitung, 17.April 2010
Schatten überm MoselrieslingSo wie in Dresden über die Waldschlößchenbrücke wird bei Ürzig über die Hochmoselbrücke gestritten. Sie bedroht eine uralte Weinlandschaft. ... "So einen Einschnitt in eine uralte Weinlandschaft würde man in Regionen wie Burgund oder Bordeaux niemals zulassen", sagt Prinz zur Lippe. Er ist Mitglied im Verband deutscher Prädikatsweingüter (VDP) ...
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DIE ZEIT, 15. April 2010
Erkenne die Lage!Eine riesige Moselbrücke soll gebaut werden, um Hunsrück und Eifel zu verbinden. Das Projekt würde einige der berühmtesten Weinlagen gefährden und schönste Landschaften verschandeln Es ist eine gespenstische Zeitreise zurück in eine Epoche, als man in Westdeutschland glaubte, die Zukunft durch Beton gestalten zu können. ...
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Frankfurter Rundschau, 14. April 2010
Joschka Fischer kämpft um Weinberg
Johnson und Robinson sind eigens aus England eingeflogen, ein Fernsehteam der BBC ist ihnen auf den Fersen. "Ich reise nach Deutschland, um die deutschen Medien im Kampf gegen die Moselbrücke wachzurütteln", hat Robinson vor ihrer Abreise bei Twitter gemeldet.
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DIE WELT, 13. April 2010
Das Himmelreich aus Beton - bald an der MoselAn der Mosel bei Ürzig soll eine gewaltige Brücke gebaut werden. Seit 40 Jahren wird um das Bauwerk gestritten. Jetzt sind die Arbeiten in Gang. In Berlin haben Winzer, internationale Weinexperten und Weinliebhaber wie Joschka Fischer nun gegen "das Monster" protestiert - und dazu Riesling getrunken. ... Ein Monstrum, sagen die Kritiker über die Brücke. Ein Scheusal. Eine Schande. Eine zum Himmel schreiende Dummheit. ...
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Süddeutsche Zeitung, 13. April 2010
Wermutstropfen im EdelrieslingEine gigantische Brücke soll die Weinbrge an der Mosel queren ... Kunden in aller Welt hätten das Problem längst begriffen, sagt Loosen, der seinen Wein meist exportiert. "Die Fragen mich überall: Was zur Hölle macht ihr da?" ...
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Saarbrücker Zeitung, 13. April 2010
Geplante Mosel-Brücke gefährdet die besten Weinlagen der WeltExperten und Umweltschützer schlagen Alarm: Die geplante Groß-Brücke über die Mosel bedroht eine der besten Weinlagen der Welt. Selbst Joschka Fischer schaltet sich ein.
... Die Kritiker sagen, das teure "Monstrum" schlage eine Schneise durch eines der reizvollsten Moseltäler; es nütze niemandem, der Bau werde auch den Wasserhaushalt der Böden und damit den Wein verändern. Und Touristen, von denen die Region lebt, schrecke die Brücke nur ab. ...
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SPIEGEL ONLINE, 12. April 2010
Kampftrinken gegen Kurt BeckDer Protest von Winzern gegen den Bau einer Mosel-Hochbrücke hat Berlin erreicht. Britische Weinkritiker und eine schwarz-grüne Allianz von Politikern und Publizisten trafen sich zum Kampftrinken in einem China-Restaurant. Als Hauptfeind wurde die SPD-Landesregierung in Mainz ausgemacht.
Zu der scharfen südchinesischen Küche passen die fruchtigen Riesling-Weine überraschend gut. Bei "Zeltinger Sonnenuhr" und "Graacher Himmelreich" sitzen der ehemalige Straßenkämpfer Joschka Fischer und der ehemalige Kohl-Berater Michael Stürmer einträchtig zusammen. Beide staunen zwar über das Zustandekommen der schwarz-grünen Allianz beim Chinesen, aber keinem ist sie peinlich. Auch der Rest der Gäste ist bunt gemischt. Genauso wie Peter Limbourg, der konservative Chefredakteur des Nachrichtensenders N24, haben sich die grüne Fraktionsvorsitzende Renate Künast und mehrere ihrer Parteifreunde zum Kampftrinken in Wilmersdorf eingefunden.
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Trierischer Voksfreund, 12. April 2010
Widerstand gegen Hochmoselübergang: Ein später BärendienstReichlich spät regt sich der Widerstand der so genannten Weinpäpste Pigott, Johnson und Robinson gegen den Bau des Hochmoselübergangs, mit dem die A 60 in Richtung Rhein-Main-Region verlängert werden soll. ... Die Brücke mag groß, teuer und hässlich sein. Sie überspannt aber nicht die gesamte Mosel zwischen Trier und Koblenz, sondern eine Stelle zwischen Ürzig und Zeltingen. ...
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Trierischer Voksfreund, 12. April 2010
Joschka Fischer sieht edle Tropfen in GefahrLange Zeit ist von Joschka Fischer nichts mehr zu sehen und zu hören gewesen. Jetzt steht der Mann ausgerechnet in einem wenig noblen China-Restaurant namens "Hot Spot" in Berlin-Charlottenburg und umklammert fest sein Weinglas - um gegen den Hochmoselübergang zu protestieren. ... Doch jetzt hilft nur noch die bundespolitische Mobilisierung: Joschkas Aura und Renates Vehemenz. Der "Riesling als deutsches Flagschiff" müsse bewahrt werden, wettert Künast auf Deutsch und Englisch in die Mikrofone. Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) habe nicht "den Mut zu sagen, ich schütze die Region mal". ...
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Nikos Weinwelten, 12. April 2010
Petition und Protest gegen Moselbrücke in BerlinInternational Riesling Rescue: Die Petition für den Baustopp des Hochmoselübergangs - Protest-Veranstaltung mit Renate Künast, Jancis Robinson, Hugh Johnson, Stuart Pigott, Ernst Loosen, Katharina Prüm und Joschka Fischer in Berlin. VDP fordert Tabuzonen für das aktive Weinkulturerbe Deutschlands ... Auch der Bundesverband der VDP Prädikatsweingüter fordert eine politische Neujustierung zur Sicherung hochkarätiger Weinbergslagen. VDP-Mitgliedsgüter sehen im Bereich Bernkastel, Graach, Wehlen und Zeltingen durch den Bau der B 50 die Existenz ihrer Weinberge in Gefahr. Deshalb fordern die VDP Prädikatsweingüter Tabuzonen für das aktive Weinkulturerbe Deutschlands. ... Ganzer Artikel ... |
TAZ, 9. April 2010
Albtraum fürs HimmelreichWinzer und Weinexperten wehren sich gemeinsam gegen eine gigantische Brücke über die Mittelmosel. Jetzt soll eine Petition den Riesling in letzter Sekunde retten.
... Sie alle befürchten zudem einen drastischen Rückgang der Besucherzahlen an der Mittelmosel: Unter einer Brücke mit permanentem Lastwagenverkehr werde doch kein vernünftiger Mensch mehr seinen Urlaub verbringen wollen, argumentieren sie. Schon heute müssten Hoteliers in ihren Prospekten auf die Großbaustelle hinweisen. ...
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DER TAGESSPIEGEL / Die Dritte Seite, 9. Apr. 2010
Weine, Mosel, weine!Sie nennen es "das Monster". 160 Meter hoch, 1,7 Kilometer lang und wie mit dem Lineal durch die Landschaft gezogen. Nicht irgendeine Landschaft, sondern das Moseltal. Hier soll eine Autobrücke entstehen, quer durch die Spitzenlagen des deutschen Rieslings. Wie ein 40 Jahre altes Verkehrsprojekt den Zorn der Weinwelt weckt ... Die Wahrheit an den Moselhängen. Die Wahrheit im Mainzer Ministerium. Sie scheinen sich schwer miteinander zu vertragen. Vielleicht dient es der Wahrheitsfindung, einen kleinen Abstecher in die Stadt Trier zu unternehmen. Da sitzt Heiner Monheim, Professor für angewandte Geografie, Raumentwicklung und Landesplanung, ...
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FAZ, 8. Apr. 2010
Unreinen Wein eingeschenktWie ein Minister einen Brückenbau versucht WIESBADEN, 7. April. Ehrfürchtig pries der rheinland-pfälzische Weinbauminister Hendrik Hering jüngst das segensreiche Wirken des "Dear Mr. Johnson" für das Land der Rüben und Reben. In wohlgesetzten englischen Worten würdigte der SPD-Politiker am 11. Dezember 2009 in einem Brief an Hugh Johnson dessen Verdienste um den deutschen Wein ...VON THOMAS HOLL |
DER SPIEGEL, Ausgabe 14 / 2010
Kampf um das HimmelreichEine Gruppe internationaler Weinkritiker protestiert gegen den Bau einer Hochbrücke über die Mosel. Sie sehen die beste Riesling-Lage der Welt bedroht. Das 270-Millionen-Euro-Projekt, von dem sich die Verantwortlichen „positive Impulse” für Wirtschaft und Tourismus versprechen, wäre nicht nur ein Schönheitsfleck beträchtlichen Ausmaßes. Die Talbrücke bedroht auch die Existenz einiger der besten Weißweinlagen der welt.VON RALF BESTE |
nikos-weinwelten.de, 26. Feb. 2010
Gewaltiger Eingriff in die Ökostruktur des MoseltalesGeorg Mauer in einem offenen Brief an Minister Hering Sie als Weinbauminister verantworten politisch den Erhalt und die Pflege der weltbekannten Rieslinglagen von Rhein, Mosel und Nahe und der entsprechenden Kulturlandschaft.
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HUGH JOHNSON in decanter.com, Februar 2010
Diese irrsinnige, destruktive und überflüssige Straßeist dabei, den historisch bedeutsamsten Abschnitt Europas schönster Flusslandschaften zu ruinieren - für immer ... ... die Straße läuft entlang des Bergrückens der Côte d'Or von Burgund, 100 Meter von der Weinlagen von Vosne-Romanée, Chambolle-Musigny und Gevrey-Chambertin entfernt.
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FOCUS, Ausgabe 1 / 2010
Prachtvolles MonsterExtrem hoch, extrem lang - und ziemlich umstritten:
"Wer wird hier in Zukunft noch Urlaub machen?", fragt der Weinbauer Markus Berres aus Ürzig. Das "Monster" sei ein "Super-GAU" für das Landschaftsbild", schimpft er.
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Vinum Nummer 12-2009, Ausgabe D. Seite 10
«Barbarische Brücke»Der Ton im Disput um die neue Moselbrücke wird härter. Der rheinland-pfälzische Wirtschafts-, Verkehrs- und Weinbauminister Hendrik Hering gerät unter Beschuss. Kürzlich war die jahrzehntelang geplante, mal verworfene und jetzt doch in Angriff genommene Hochbrücke über die Mosel bei Ürzig (VINUM 7-8 /2009 und VINUM 1 / 2003) sogar dem ZDF in der Sendung «Frontal» einen kritischen Beitrag wert. Weltweit gibt es Proteste gegen die 170 Meter hohe und 1,7 Kilometer lange Brücke über das Moseltal. Für Kritiker ist sie «ein Wahnsinnsprojekt, das eine Kulturlandschaft zerstört» (Winzer Ernst Loosen), eine «lausige, verrückte Autobahn auf Stelzen» (Hugh Johnson), «barbarisch und überflüssig» (Ecovin-Mitglied Rudolf Trossen). |
Rhein-Zeitung, 18.11.2009
Hochmoselübergang: Gegner hoffen noch Bauwerk stoppen zu könnenRegion Mittelmosel/Zeltingen- Die Gegner der Hochmoselbrücke lassen nicht locker: Noch immer sehen sie eine Chance, das Mammut-Projekt zu stoppen. Ein Argument: Mit der Brücke habe die Mosel keine Chance, als Weltkulturerbe anerkannt zu werden. Ganzer Artikel ... |
Wine-Times, 04.11.2009
Irrsinns-Brücke über die Mosel soll nun doch gebaut werdenProtest kommt nicht nur von Prüm. Loosen und Molitor, sondern aus der ganzen Welt ... Viele Prominente stellten sich schon in den Dienst der guten Sache, allen voran der wohl prominenteste Wein-Autor der Welt Hugh Johnson, der im September sogar extra an die Mosel reiste um seinem Unmut Ausdruck zu verleihen. Weiters Jancis Robinson, Stuart Pigott und viele andere. ... mehr ... |
DER FEINSCHMECKER 11/2009
Schatten über der MoselEine riesige Straßenbrücke bedroht eine kostbare Kulturlandschaft mit einigen der berühmtesten Riesling-Lagen Deutschlands. Winzer und Weinfreunde Protestieren - wohl leider vergebens Ein Postkartenpanorama bietet sich bei Ürzig hoch oben in den Weinbergen: die Moselschleife zwischen Bernkastel und Traben-Trarbach mit weltberühmten Lagen wie dem Ürziger Würzgarten, der Wehlender Sonnenuhr oder dem Graacher Himmelreich. ... |
Focus 40 / 2009
Haarige Milliarden-GeschenkeUnsinnige Projekte kommen die Steuerzahler teuer zu stehen ... "Die höchste Brücke Europas" über die Mosel zu bauen, war in den 70er Jahren die ehrgeizge Idee der zuständigen Straßenbaubehörde. "40 Jahre später mitten in einer Wirtschaftskrise an dem Projekt festzuhalten, nur weil gerade Geld aus Berlin fließt", hält selbst der Chef von Deutschlands größtem Weinabfüller, Michael Willkomm von der Weinkellerei Peter Mertes, für absurd. "Die Vorzeichen sind doch heute völlig andere, aus ökologischer und ökonomischer Hinsicht." ... |
tacheles-regional.de, 22. Sept. 2009
Moseltal ist Hinterland zum Airport Hahn/HunsrückRichard Pestemer Hugh Johnson: Hartnäckiger Protest kann erfolgreich sein! |
Der Deutsche Weinbau / Nr.19, 18.09.2009
Mosel: gegen Hochmoselübergang... Hugh Johnson und Stuart Pigott. Sie sprechen sich nicht nur vehement gegen die Brücke aus, die mit ihrer Höhe und Länge die Weinkulturlandschaft sozusagen in zwei Hälften teile, sondern auch gegen den weiteren Ausbau über den "Moselsporn", der oberhalb weltberühmter Lagen von Rachtig, Zeltingen und Graach verläuft. ... |
"Ich rufe zum Aufstand auf!"Video-Interview mit Stuart Pigott gegenüber Captain Cork Deutschlands prominentester Weinkritiker Stuart Pigott über den radikalen Widerstand gegen die geplante Moselbrücke bei Ürzig, über Deutschlands Demokratiedefizite, über Winzer, die sich kaufen lassen und die Möglichkeit, Puppen von Kurt Beck zu verbrennen. |
Verkehrs-Rundschau, 13.07.2009
Milliardenloch bei MauteinnahmenBerlin. Im Bundeshaushalt tut sich ein neues Milliardenloch als Folge der Wirtschaftskrise auf. Nach Berechnungen des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) bleiben die Mauteinnahmen um bis zu einer Milliarde Euro hinter der Etatplanung zurück. Ursprünglich wollte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) durch die im Januar in Kraft getretene Mauterhöhung in diesem Jahr mit rund fünf Milliarden Euro 45 Prozent höhere Einnahmen erzielen als 2008. Um diese Zielmarke zu erreichen, hätten bis Ende Mai 2,2 Milliarden Euro in die Kassen der Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft fließen müssen. Tatsächlich waren es jedoch nur 1,8 Milliarden Euro. „Setzt sich diese Entwicklung fort, werden im Bundeshaushalt zum Jahresende zwischen 800 Millionen und einer Milliarde Euro fehlen“, sagte BGL-Hauptgeschäftsführer Karlheinz Schmidt. Das Bundesverkehrsministerium hat inzwischen eingeräumt, dass die Einnahmen bislang hinter den Planzahlen zurückgeblieben seien. Als Grund für die negative Entwicklung gilt der Einbruch im Transportgewerbe. ... (jök) |
Vinum, Nr. 7-2009
Beton- und Autobahnbrückentourismus?Kommentar zur B 50 neu ... ein alter Zopf, der irgendwann in den 60er Jahren ersponnen wurde. Angesichts der Bodenversiegelung, Bedrohung grosser Weinbergslagen, des Eingriffs in ein Ökosystem und nicht zu vergessen der Menschen, die künftig unter Sichtbeton leben müssen, klingen die Argumente aus den Behörden wie ein schlechter Witz. Das Monstrum solle dem Tourismus und der Wirtschaft der Region dienen. Beton- und Autobahnbrückentourismus? Bisher hatte man sich an der Mosel an einer weltweit einzigartigen Weinkulturlandschaft erfreuen können. Aber vielleicht erkennt die UNESCO ja auch eine vierspurige Fahrbahn als Weltkulturerbe an? ... |
Vinum, Nr. 7-2009
Gewaltiges MonstrumInterview mit Ernst Loosen ... Das Ganze in einer der allerschönsten Landschaften Deutschlands - schlimmer kann man die Region nicht verschandeln. Angestossen wurde das Projekt schon in den 60er Jahren und Anfang der 70er Jahre. Das waren andere Zeiten, und es hatte damals vermutlich auch militärische Gründe. Heute sind diese Voraussetzungen nicht mehr gegeben. |
Werner Elflein über die Zerstörung der Graacher SchanzenWerner Elflein über die Zerstörung der Graacher Schanzen ... In der Realisierung sieht das dann so aus, dass Bauarbeiter vor einigen Tagen mit dem Abbruch von Teilen der Graacher Schanzen begonnen haben. Um spontane Proteste aus der Bevölkerung zu vermeiden, geschah dies (ganz im Stile der kulturpolitischen Bankrotteure der rheinland-pfälzischen Landesregierung) ohne jegliche Vorwarnung. ... |
Trierischer Volksfreund, 2009
Weinwelt hoch über der MoselBis zu zehn Prozent weniger Gäste sind laut eines Gutachtens die Folgen des Baus des Hochmoselübergangs bei Zeltingen-Rachtig für die Orte mit Sichtkontakt auf die Brücke. Ein Wein-Erlebniszentrum soll diesen Rückgang mehr als nur kompensieren. Zeltingen-Rachtig. Die das Moseltal überspannende Brücke bei Zeltingen-Rachtig und Ürzig gibt es bisher nur als Plan oder in Simulationen. Die negativen Folgen der rund 160 Meter hohen Brücke sind ebenfalls bereits simuliert worden und sollen durch ein Erlebniszentrum Weinwelt am Brückenkopf hoch über dem Moseltal mehr als nur wettgemacht werden.... Im Jahr 2000 kam das Europäische Tourismus-Institut Trier zum Ergebnis, dass mit einem Rückgang der Gästezahlen im "engeren mittleren Sichtbereich der Brücke in einer Größenordnung von bis zu zehn Prozent gerechnet werden" müsse. Dies könnte mehr als kompensiert werden, wenn eine Erlebnis- und Freizeitwelt mit überregionaler Ausstrahlungskraft errichtet werde, stellte das Institut 2001 fest. Es gelte, die Qualitäten der Mosel gebündelt zu kommunizieren und somit neue Gäste zu gewinnen. Schließlich fehle der Region ein Symbol, in dem sich die Einzigartigkeit widerspiegelt, heißt es im Gutachten der Touristiker. Wie solch eine Weinwelt aussehen soll, was dort wie präsentiert wird und wo der Komplex entstehen soll, ist derweil noch offen. ... |
Die besten Lagen der Mosel sind in GefahrInterview mit Ernst Loosen auf captancork.com ... Die Brücke soll bei Ürzig, also an einer der schönsten Stellen an der Mosel, den Fluss überqueren. Ausgerechnet dort, wo der Wein am besten wächst. Das ist ein Wahnsinn... |
Spitzenwinzer sprechen sich gegen B50 und Hochmoselübergang ausPressemitteilung von Sarah Washington Ernst Loosen, Markus Molitor, Katharina & Manfred Prüm, Johannes Schmitz, Willi Schaefer und Rudolf Trossen, weithin geschätzte Weinproduzenten, sagen hier, warum sie den Bau des Hochmoselübergangs sowie den B50neu-Trasse so entschieden ablehnen! |
Internationaler offener Brief an Angela Merkelden Bau des Hochmoselübergangs betreffend24. April 2009 - von Sarah Washington Sehr geehrte Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel, ... (weiterlesen) |
Der Wochenspiegel Bernkastel schreibt am 06.05.2009
www.wochenspiegellive.de
Tacheles Regional, 24.01.2009
Wie lange soll der Steuerzahler noch bluten für eine Flughafenruine?Heide Weidemann Schon längere Zeit steht der Hahn unter Druck, weil die Fraport nicht länger seine roten Zahlen ausgleichen will. Und dass man in Frankfurt ehrlichen Herzens auf den Hahn als künftigen Frachtflughafen vor allem für den Nachtfrachtflug setzt, war immer schon fraglich. |
BRF.online (Belgischer Rundfunk), 18.12.2008
Kein Ausbau der A60 Prüm-Belgien
Der Ausbau der A 60-Autobahn zwischen Prüm und der belgischen Grenze ist endgültig vom Tisch. Wie der Südwestrundfunk auf Anfrage im zuständigen Mainzer Verkehrsministerium erfahren hat, bleibt dieser Abschnitt auch nach der Fertigstellung des Hochmoselübergangs ein Nadelöhr zwischen dem belgisch-niederländischen Raum und dem Rhein-Main-Gebiet. Die A60 ist zwischen den Anschlussstellen Prüm und Winterspelt nur als zweispurige Bundesstraße ausgebaut. Gegen eine Erweiterung spricht aus Mainzer Sicht das geringe Verkehrsaufkommen. ... Ganzer Artikel ... |
Tacheles Regional, 17.12.2008
Hochmoselübergang: Bund und Land verschleudern Steuermittel!Ulrike Höfken Statt die vielen maroden Straßen im Land zu sanieren, nutzt Tiefensee die Mehreinnahmen aus der LKW-Maut, um seinen Parteifreunden in den Ländern Weihnachtsgeschenke zu bereiten. Mit der Fianzierungszusage über 250 Mio. Euro für den Streckenabschnitt der B50-neu, der auch den Hochmoselübergang beinhaltet, hofft die Landesregierung, ihre Subventionspolitik des zur Zeit unwirtschaftlichen Flughafens Hahn doch noch rechtfertigen zu können. |
Tacheles Regional, 17.12.2008
Augen zu und durch
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Trierischer Volksfreund, 24.11.2008
"Kosten und Risiken sind zu hoch"In einem Interview mit dem TV kritisiert Michael Willkomm, geschäftsführender Gesellschafter der Weinkellerei Peter Mertes GmbH & Co.KG (der achtgrößte Weinkellereibetrieb dieser Art weltweit) die Pläne für die Moselüberquerung der B50 neu. Zwar sei eine Verbindung des Rhein-Main-Gebietes mit den Nordseehäfen wichtig, doch in der jetzt geplanten Form eher ein Nachteil für die Region. Durch die Schleife über Ürzig / Zeltingen-Rachtig ergebe sich ein Umweg von 9 Kilometern, was die Strecke für viele hier ansässigen Betriebe unattraktiv mache. Willkomm: "Die Linienführung stammt aus den 70er Jahren. Damals war es vielleicht eine Meisterleistung von Ingenieuren, eine 144 Meter hohe Brücke zu bauen. Das darf aber kein Grund sein für solche massiven Eingriffe, wie sie derzeit geplant sind." Die lange Bauzeit sowie der ungünstige Streckenverlauf auf einem sehr schmalen Plateau oberhalb vieler berühmter Weinberge zwischen Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach würden Tourismus und Weinbau und damit die wirtschaftliche Lage der gesamten Region belasten. |
Zeitschrift Vinum, Nummer: 1-2003, Ausgabe D. Seite 16
Ein Moloch bedroht die MoselRudolf Knoll An der Mittelmosel geht das Gespenst vom neuen Hochübergang um. Winzer und Naturbewusste sind aufgeschreckt und fragen sich: Wie sieht die Zukunft im deutschen Prestige-Anbaugebiet aus? 1,7 Kilometer lang ist das Ungetüm. Es stützt sich auf elf riesige Beine, 157 Meter hoch über dem Tal. Zwischen Zeltingen-Rachtig und Ürzig soll es die Mittelmosel überspannen. Vielen Winzern graust vor der feindlichen Übernahme. Sie fürchten fatale Folgen für Deutschlands Prestige-Weinanbaugebiet. ... |
Hier ein Artikel aus dem Wittlicher Wochenspiegel vom 26.01.2000
Zum Anhörungsverfahren ein Artikel aus dem Trierischen Volksfreund